So 17. September 2017 Umsetzung des Berner Behindertenkonzepts

Das Behindertenkonzept des Kantons Bern hat die Wahlmöglichkeit, Selbstbestimmung und gleichberechtigte soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung zum Ziel. Damit verbunden ist ein Wechsel von der Objekt- auf die Subjektfinanzierung.
Dies bedeutet, dass in einem ersten Schritt der individuelle Unterstützungsbedarf von Menschen mit Behinderung in den Lebensbereichen Wohnen, Freizeit und Arbeiten/Beschäftigung durch eine unabhängige Stelle (IndiBe) abgeklärt wird. Das Instrument dazu nennt sich VIBEL (Verfahren zur individuellen Bedarfsabklärung und Leistungsbemessung). Auf der Basis dieser Bedarfsabklärung erstellt der Kanton in einem zweiten Schritt eine Kostengutsprache (Subjektfinanzierung). Ein Mensch mit Behinderung kann mit dieser Kostengutsprache selbst oder zusammen mit den Angehörigen/der gesetzlichen Vertretung entscheiden, ob er damit zum Beispiel einen Wohnplatz in einer Institution oder eine persönliche Hilfe im Privathaushalt finanzieren möchte.

Links:
Behindertenkonzept des Kantons Bern
Behindertenpolitik im Kanton Bern 2016, Bericht des Regierungsrates an den Grossen Rat
Participa - Berner Informationsplattform für Menschen mit Behinderungen

Teilnahme des Blinden- und Behindertenzentrums Bern am
Berner Modell, Pilotprojekt 3/2018

Bis zur kantonsweiten Umstellung auf die Subjektfinanzierung ab 2020 finden Pilotprojekte statt. Das Blinden- und Behindertenzentrum Bern nimmt am Pilotprojekt 3/2018 teil und stellt am 1. April 2018 auf die neue Finanzierungsform um. Die Vorbereitungen dazu finden bereits ab Anfang 2017 statt:
Wohnen mit Beschäftigung / IV ab Januar 2017
Arbeiten / Tagesatelier ab Mai 2017

Informationsveranstaltungen im Sitzungszimmer 1/2 im Blinden- und Behindertenzentrum Bern an der Neufeldstrasse 95 in Bern:
Dienstag 2. Mai 2017, 18 Uhr bis 20 Uhr für Mitarbeiter/-innen mit Behinderung und Teilnehmer/-innen Tagesatelier, die an der Neufeldstrasse in der Länggasse arbeiten.
Montag 8. Mai 2017, 18 Uhr bis 20 Uhr, für Mitarbeiter/-innen mit Behinderung, die an der Stationsstrasse im Liebefeld arbeiten.
Unterlagen Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
Unterlagen IndiBe

Anlauf- und Beratungsstellen zum Pilotprojekt 3/2018
Blinde, sehbehinderte, mehrfachbehinderte Personen können sich bei Fragen oder Unklarheiten rund um das Thema Subjektfinanzierung an die Beratungs- und Rehabilitationsstelle für Sehbehinderte und Blinde des Kantons Bern (BRSB) wenden. (Telefon: 031 750 51 51).
Weitere Anlauf- und Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung:
Liste der Anlauf- und Beratungsstellen der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
Weitere Informationen IndiBe:
Unter www.indibe.ch befinden sich weitere hilfreiche Informationen und Unterlagen zur individuellen Bedarfsabklärung.

 

Ansprechpersonen im Blinden- und Behindertenzentrum Bern
Klientinnen und Klienten des Blinden- und Behindertenzentrums Bern sowie Angehörige und gesetzliche Vertretungen können sich bei Fragen zum Pilotprojekt 3/2018 an folgende Personen wenden:


Wohnen mit Beschäftigung / IV:

Heinz Anneler
Co-Leitung Wohnen
heinz.anneler@b-bern.ch


Arbeiten:

Irene Weber
Stabsmitarbeiterin Entwicklungsprojekte
irene.weber@b-bern.ch

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